Zurück in die Zukunft: DeLorean von Doc Brown gab es wirklich Teil 3

Entwurf vom Stardesgner: Die Regierung in London war aus mehreren Gründen heilfroh über die Ansiedlung in der Krisenregion. Zum einen mussten die Briten gerade den steten Abstieg der eigenen Autoindustrie miterleben. Zum anderen war die Arbeitslosigkeit im unruhigen Nordirland besonders hoch. Man hoffte in London darauf, das die mehr als 2000 von DeLorean angekündigten Arbeitsplätze gerade in der wirtschaftlich besonders schwache Region West-Belfast den latenten Unmut der Bevölkerung dämpfen würden. Also machte die Labour-Regierung großzügig den Weg frei für den neuen Autobauer. Ab Ende der 70er-Jahre flossen aus Staatskassen 100 Millionen Pfund, außerdem gab es steuerliche Vergünstigungen. Eine gute Entscheidung zunächst, wie sich zeigte. Denn der DeLorean DMC-12 war mit seinen Keilformen und den Flügeltüren nicht nur bildschön, was kein Wunder war. Schließlich war er von Stardesigner Giorgetto Guigiaro entworfen worden, der zahlreiche Autolegenden geschaffen hat. Darunter auch den Golf. Der DMC-12 war aber auch technisch ein Glanzstück, denn er hatte schon damals eine Karosserie, die komplett aus rostfreiem Stahl bestand. Der DMC-12 war noch gar nicht vom Band gelaufen, da gab es schon mehr als 20.000 Bestellungen dafür. Teuer war das Auto, sogar etwas teurer als der Porsche 911 damals und viel teurer als angekündigt. DeLorean hatte Ende der 70er-Jahre angekündigt, den Sportwagen zum Preis von 12.000 Doller auf den Markt zu bringen. Daher die 12 im Namen. Tatsächlich kostete er dann rund 25.000 Doller. Dennoch: die Kunden griffen zu. Die ersten Monate. Dann kam die große Autokrise Anfang der 80er-Jahre. Damit war der Markt für Sportwagen tot.