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VW erklärt das Ende eines Skandals – und kürt einen neuen Personalvorstand

VW erklärt das Ende eines Skandals – und kürt einen neuen Personalvorstand

VW erklärt den CO2-Skandal für beendet. Firmeninterne Messkontrollen hätten den Verdacht widerlegt. Anderer Meinung ist das Verkehrsministerium. Unterdessen hat der VW-Aufsichtsrat einen neuen Personalvorstand ernannt. Wolfsburg/BerlinKurz vor der Jahreswende kann Volkswagen zumindest bei einer Großbaustelle Entwarnung geben: Anders als ursprünglich befürchtet sind nach Angaben des Konzerns nicht 800.000, sondern nur maximal 36.000 Fahrzeuge von den falschen CO2-Abgaswerten und Spritverbrauchs-Daten betroffen. Dies teilte VW am Mittwoch in Wolfsburg zu erneuten Prüfungen des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA), des Bundesverkehrsministeriums und eigenen Untersuchungen mit. „Abweichungen wurden in den internen Messungen nur bei neun Modellvarianten festgestellt“, hieß es. Der Verdacht auf rechtswidrige Veränderung der Verbrauchsangaben habe sich nicht bestätigt. Trotz des geringeren Ausmaßes der CO2-Falschangaben hält das KBA aber an allen vorgesehenen Nachmessungen fest. „Diese Messungen werden ungeachtet der nunmehr vorliegenden Bewertung durch Volkswagen in vollem Umfang durchgeführt“, hieß es vom Bundesverkehrsministerium in Berlin. Für eine abschließende Bewertung – auch zur Frage möglicher Steuer-Nachzahlungen – müssten diese Messungen abgewartet werden. Fast zeitgleich ernannte der VW-Aufsichtsrat bei seiner Sitzung auf dem Werksgelände den Stahlmanager Karlheinz Blessing zum neuen Personalvorstand. Ab Januar soll der 58-Jährige den derzeit vakanten Posten übernehmen. Der bisherige Personalchef Horst Neumann war Ende November in den Ruhestand gegangen. In der Zwischenzeit übernimmt VW-Chef Matthias Müller den hoch dotierten Vorstandsposten. Zudem setzte VW zwei neue Vorstände bei der Pkw-Kernmarke ein: Ralf Brandstätter übernimmt das Ressort Beschaffung, Frank Welscher wird Entwicklungschef. Brandstätter übernimmt sein Amt vom Konzern-Beschaffungschef Francisco Javier Garcia Sanz, der den Job kommissarisch gemacht hatte. Welscher folgt auf Heinz-Jakob Neußer, der Kreisen zufolge bereits wegen der Abgas-Affäre beurlaubt wurde. „Dr. Blessing ist eine Persönlichkeit mit hoher unternehmerischer und sozialer Kompetenz“, sagte Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch  laut Mitteilung. Er übernehme die Aufgabe in einer schwierigen Zeit. Er wolle sich „mit aller Kraft dafür einsetzen“, die Erfolgsgeschichte von Volkswagen fortzusetzen, erklärte Pötsch nach der Ernennung. Auch Niedersachsens Regierungschef und VW-Aufsichtsrat Stephan Weil lobte die Personalentscheidung: Blessing sei ein „hochkompetenter Manager mit breiten industriellen Erfahrungen“. Zugleich zeigte sich Weil angesichts der gesunkenen Zahl an Autos mit CO2-Manipulationen erleichtert: „Gerade diese Frage hatte in den vergangenen Wochen für Verunsicherungen gesorgt, die jetzt weitgehend beseitigt sind.“ Die gesunkene Zahl löst aber nur ein Problem. Ungeklärt sind die finanziellen und strafrechtlichen Folgen der Stickoxid-Manipulationen bei mehr als elf Millionen Diesel-Fahrzeugen. VW hatte hierzu bislang allein für die technischen Nachbesserungen rund 6,7 Milliarden Euro eingeplant, mögliche Schadenersatz- und Strafzahlungen in zweistelliger Milliardenhöhe sind noch nicht berücksichtigt. Die internen CO2-Messergebnisse sollen laut VW bis Weihnachten unter behördlicher Aufsicht bei einem neutralen technischen Dienst erneut überprüft werden. Anschließend könnten alle Fahrzeuge, bei denen die Richtigkeit der Angaben bestätigt werde, „uneingeschränkt angeboten und verkauft werden“. Für alle anderen müssten die Genehmigungswerte noch angepasst werden. Ähnliche Fälle habe es in der Vergangenheit auch bei VW und anderen Autoherstellern bereits gegeben. Nach Angaben von Volkswagen stoßen die besagten neun Modellvarianten entsprechend dem gültigen Europäischen Prüfzyklus auf dem Prüfstand „im Mittel nur wenige Gramm CO2“ mehr aus als bislang angegeben. Dies entspreche zugleich einer Erhöhung des Verbrauchs im Messzyklus von etwa 0,1 bis 0,2 Litern auf 100 Kilometer. Ihr Team von autoankauf-de.de Autoankauf München

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