Abgasskandal Merkel, der lange Arm betrügerischer Autobauer?

In fünf Tagen ist Bundestagswahl und es steht ein großer Verdacht im Raum: Hat Kanzlerin Angela Merkel im Abgas-Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages die Unwahrheit gesagt? Hat sie sich um das Eingeständnis gedrückt, dass sie im Auftrag der deutschen Autohersteller in den USA gegen strengere Stickoxidgrenzwerte kämpfte?

Unstrittig ist, dass sich Merkel 2010 gegen eine Verschärfung der Stickoxidgrenzwerte für Autos in den USA stark machte. Das gab sie im Untersuchungsausschuss zu. Das ist für sich genommen schon ziemlich skandalös. Denn es waren ausgerechnet diese strengen, amerikanischen Stickoxidgrenzwerte, die Volkswagen nicht einhalten konnte und deshalb seine Betrugssoftware programmierte. Offenbar wusste die Kanzlerin also schon 2010 – immerhin fünf Jahre vor Dieselgate – wie heikel das Stickoxidthema für deutsche Autobauer war. Aber warum stellte sie dann die Umweltgesetze Kaliforniens in Frage?

Die frühere Umweltministerin hätte stattdessen auch Volkswagen in die Pflicht nehmen können, hätte dem Konzern raten können, es so zu machen wie etwa BMW: Mit einer teureren, aber besseren Abgasreinigung die Grenzwerte einzuhalten. Volkswagen, seinen Mitarbeitern und dem „Made in Germany“-Image wäre viel erspart geblieben. Es kam anders. Die Kanzlerin engagierte sich lieber für schlechtere Luft in Kalifornien.

Merkel, der lange Arm betrügerischer Autohersteller? Die Kanzlerin musste wissen, dass dieser schlimme Verdacht im Raum stand, als sie am 8. März zur Befragung im Untersuchungsausschuss erschien. Entsprechend heikel war für sie die Frage des Ausschussvorsitzenden Herbert Behrens: Wie sie überhaupt darauf kam, dass die Grenzwerte in USA ein Problem für deutsche Dieselautos seien? Merkel hätte sagen können, dass die deutsche Autoindustrie das zuvor der Bundesregierung mitgeteilt hatte. So zumindest liest sich der Sprechzettel, mit dem das Kanzleramt Merkel auf den US-Termin vorbereitet hatte. Doch Merkel erwähnte das im Untersuchungsausschuss mit keinem Ton.
Stattdessen führte sie aus, dass sie als frühere Umweltministerin eine Expertin für solche Fragen sei („Ich hatte halt viele Jahre Klimaverhandlungen geführt, und deshalb war ich da in der Materie einigermaßen fit“) und folglich von niemand in der Sache beraten werden musste. Leider hat der Ausschuss das damals so stehen lassen, obwohl er es hätte besser wissen können. Denn der fragliche Sprechzettel lag dem Ausschuss vor. So hat der Sprecher der Bundesregierung recht, wenn er nun betont, dem Ausschuss hätten alle relevanten Unterlagen vorgelegen, „Nachfragen oder kritische Bemerkungen seitens der Ausschussmitglieder“ seien aber „nicht erfolgt.“

Nachfragen sind nicht erfolgt – damals nicht, das ist richtig. Aber jetzt. Die Wirtschaftswoche wollte von der Bundesregierung wissen: Hat Merkel im Ausschuss die Wahrheit gesagt? Hat sie den Sprechzettel mit der Position der Autoindustrie vor dem Treffen mit Schwarzenegger gelesen? War die Autoindustrie in der Frage der US-Grenzwerte mit dem Kanzleramt in Kontakt? Solche Fragen kann man mit ja oder nein antworten. Das geht ganz schnell. Doch das Kanzleramt brauchte mehr als zwei Tage, um sich zu einem Antwortschreiben durchzuringen, das keine einzige der Fragen beantwortete.
Stattdessen gab es Allgemeinplätze und Ausweichmanöver: „Die Bundeskanzlerin hat dem 5. Untersuchungsausschuss des Bundestages klar ihre Erinnerungen zu dem 2010 stattgefundenen Gespräch mit Gouverneur Schwarzenegger dargelegt.“
Es ist unstrittig, dass Merkel über ihre Erinnerungen sprach. Die Frage aber bleibt, ob sie damit die Wahrheit sagte. Die Antwort darf gern noch nachgereicht werden.

Zwei Jahre Diesel-Gate Als der Skandal begann …

Heute vor zwei Jahren wurde in den USA einer der größten Betrugsskandale in der Autoindustrie aufgedeckt: Die US-Umweltbehörde EPA machte den Diesel-Skandal öffentlich. Mehr als 20 Milliarden US-Dollar zahlte VW bisher.
Die Aufregung vor zwei Jahren war groß in den USA: „Atemberaubend“ sei das, was die amerikanische Umweltbehörde bei den Diesel-Fahrzeugen von VW entdeckt habe, „gelogen und betrogen“ habe VW, so die Moderatoren im Sender CNN und das alles sei „vermutlich erst der Anfang“.

Es war auch die moralische Fallhöhe: Denn jahrelang hatte Volkswagen in seinen Werbespots für „Clean Diesel“ geworben. Eben nicht nur Trucker und Pendler setzten auf Diesel, sondern in den USA gerade auch umweltbewusste Bildungsbürger, die glaubten, ihr Diesel sei gut für den Klimaschutz. Joyce Ertel Hulbert war eine von ihnen: „Wir haben unseren VW-Kombi bewusst gekauft – weil er gut für die Umwelt schien, gering im Verbrauch ist und gut aussah. Und jetzt fühlen wir uns getäuscht“, berichtet sie damals.
300.000 Fahrzeuge zurückgekauft

Nur drei Wochen nach Bekanntwerden des Skandals musste der damalige USA-Chef von VW, Michael Horn, im US-Kongress Rede und Antwort stehen. Ihm blieb nichts anderes übrig, als sich in den Staub zu werfen: Der Betrug sei das Werk einiger weniger Ingenieure bei VW gewesen, erklärte Horn. Doch das bezweifelten die Kongressabgeordneten schon damals.

Auch das Schuldeingeständnis des damaligen VW-USA-Chefs Michael Horn konnte die US-Behörden nicht besänftigen.
Während VW versuchte, seine Kunden und Händler zu beschwichtigen, ermittelten die US-Behörden unter Hochdruck. Im Herbst 2016 stellte sich der VW-Ingenieur James Liang freiwillig als Kronzeuge zur Verfügung und lieferte wichtige Hinweise. Kurze Zeit später erklärte sich VW bereit, die betroffenen Kunden, die Händler und die US-Bundesstaaten mit insgesamt 16 Milliarden US-Dollar zu entschädigen. Den Diesel-Fahrern wurde angeboten, ihr Fahrzeug zurückzukaufen oder es umrüsten zu lassen. Bis heute haben rund 300.000 Kunden das Angebot des Rückkaufs angenommen: Für einen Jetta aus dem Jahr 2009 gab es bis zu 14.000 Dollar; für einen 2015er Audi A3 mehr als 40.000 Dollar.

Besonders wichtig ist der strafrechtliche Vergleich mit der US-Regierung, den die damalige Justizministerin Loretta Lynch Anfang dieses Jahres verkündete: Insgesamt schon mehr als 20 Milliarden US-Dollar hat der Diesel-Skandal VW in den USA gekostet. Die zurückgegebenen Fahrzeuge stehen auf riesigen Parkplätzen bei Baltimore, in der Nähe von Colorado Springs, in San Bernardino und in Detroit. Dort warten sie darauf umgerüstet, recycelt oder einfach nur verschrottet zu werden.

Zwei VW-Mitarbeiter vor Gericht

Von den insgesamt acht in den USA angeklagten VW-Verantwortlichen halten sich sechs in Deutschland auf und müssen keine Auslieferung befürchten – darunter auch der frühere Entwicklungschef Heinz-Jakob Neußer. Zwei „kleinere Fische“ müssen dagegen in den USA mit Gefängnisstrafen für den Diesel-Skandal büßen: Kronzeuge James Liang wurde trotz seiner Kooperation zu einer harten Strafe von drei Jahren und vier Monaten sowie 200.000 US-Dollar Strafe verurteilt. Sein Chef Oliver Schmidt, der Anfang des Jahres nach einem Florida-Urlaub in Miami verhaftet wurde, erfährt seine Strafe am 6. Dezember: Ihm drohen bis zu sieben Jahre Haft.

Es kommen drei iPhone

Am 12. September 2017 stellte Apple offenbar nicht nur ein neues iPhone vor, sondern gleich drei. iPhone 8 und 8 Plus sind verbesserte 7er, das neue Flaggschiff heißt iPhone X.
iPhone 8/X mit iOS 11:Das ist der Silent Mode
Mit iOS 11 erkennen iPhone 8, 8 Plus und X sowie andere Endgeräte von alleine, ob das Auto fährt, in dem sie sich gerade befinden. Wenn ja, zeigen sie weder eingehende Anrufe noch Nachrichten an und senden stattdessen eine Info, dass der Angerufene gerade nicht antworten kann. Beifahrer können das problemlos umgehen. Sie erklären einfach per Tipp mit dem Finger, dass sie nicht hinter dem Steuer sitzen. Dann lassen sich die Geräte wie gewohnt nutzen.
Neue Notruf-Funktion
Im Notfall will sich niemand mit der Entsperrung seines Smartphones via Fingerabdruck aufhalten. Deshalb gehen die neuen iPhones bei fünfmaligem Druck auf die Einschalttaste in die Notruf-Option. Dann reicht Wischen mit dem Finger, um die hinterlegte Notrufnummer zu wählen.
iPhone 8/X-Abmessungen
Gesicherte Infos zu den Maßen der neuen Geräte existieren ebenfalls noch keine. Anlass zur Spekulation gibt es dennoch, denn Enthüller OnLeaks hat ein Video veröffentlicht, in dem er einen Prototyp des iPhone X vermisst. Auf rund 7,1 mal 14,3 mal 1,2 Zentimeter kommt der Amerikaner dabei.
So wird das iPhone im Auto befestiegt
Zubehörhersteller scheinen auf die neuen Geräte aus Cupertino bereits vorbereitet zu sein. Universal-KFZ-Halterungen, die fürs iPhone 6 und 7 kompatibel sind, werden schon jetzt auch als passend für die neuen iPhones angegeben.

Stuttgart-Ost Auto kollidiert mit Stadtbahn

Stuttgart – Eine 23 Jahre alte Autofahrerin ist am Dienstag in der Hackstraße im Stuttgarter Ost mit einer Stadtbahn zusammengestoßen. Laut Polizei fuhr die 23-Jährige gegen 14.30 Uhr mit ihrem Ford Fiesta aus einem Grundstück in die Hackstraße ein und übersah die von links kommende, in Richtung Stöckach fahrende Stadtbahn der U4.
Bei dem Unfall wurde offenbar niemand verletzt, es entstand ein Schaden von rund 15.000 Euro.

Autobahnen rund um Stuttgart Stau-Chaos wegen Rückreisewelle befürchte

Am Wochenende könnte es auf den Autobahnen im Land wieder zu kilometerlangen Staus kommen. Grund ist die Rückreisewelle nach den Sommerferien. Auch die Autobahnen rund um Stuttgart sind betroffen, vor allem die A8.
Stuttgart – Am Wochenende kann es wieder voll auf den Autobahnen werden. Die letzte große Rückreisewelle des Sommers dürfte für Staus sorgen, wie die Autoclubs ACE und ADAC mitteilen. Unter anderem enden die Sommerferien in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und im Norden der Niederlande. In Bayern und Baden-Württemberg ist das eine Woche später der Fall.
So seien vor allem die Autobahnen Richtung Norden, Nordwesten und Nordosten stark betroffen. Doch auch Richtung Süden können Autofahrer nicht ganz staufrei fahren. Denn hier sind zum Beispiel Spät- oder Wochenendurlauber unterwegs.

Staugefährdet sind unter anderem diese Strecken: Autobahn 5 Hattenbacher Dreieck-Frankfurt-Karlsruhe-Basel, A6 Mannheim-Heilbronn-Nürnberg, die A7 etwa bei Ulm und die A8 Karlsruhe-Stuttgart-München-Salzburg.

Zusätzlich ist am Freitagnachmittag wieder verstärkt mit Berufspendlern auf den Straßen zu rechnen. Stauschwerpunkte sind unter anderem die Fernstraßen von und zur Nord- und Ostsee, die Großräume Hamburg, Berlin, Rhein-Ruhr, München und Stuttgart sowie das Rhein-Ruhr- und Rhein-Main-Gebiet.

Motoren mit Kompressionszündung:Mazda baut einen Benzinmotor mit Diesel-Technik

Mazda will 2019 eine neue Motorentechnologie in Serie auf den Markt bringen. Dabei kombinieren die Japaner die Vorzüge von Benzinern und Dieseln.

Im Rahmen der Präsentation des „Nachhaltigen Zoom-Zoom 30“-Zukunfts-Konzepts kündigt Mazda für 2019 die Serieneinführung einer neuen Motorentechnologie an. Die „Skyactiv-X“-Triebwerke sollen weltweit die ersten Benzinmotoren mit Kompressionszündung sein, die in Serienautos untergebracht werden.
Benziner mit Diesel-Prinzip

Die Funktionsweise der Otto-Motoren ähnelt stark jener von Dieselmotoren: Ein homogen-mageres Kraftstoff-Luft-Gemisch entzündet sich bei einer Kompression im Brennraum spontan selbst. Das ganze wird außerdem mit einem Kompressor kombiniert und soll so einerseits besonders effektiv und andererseits besonders kraftvoll sein. Bei Verbrauch und Drehmoment gibt Mazda eine Verbesserung um bis zu 30 Prozent gegenüber der aktuellen Skyactiv-Motorengeneration an. Bei der Menge des benötigten Kraftstoffes soll der neue Benziner sogar die aktuellen Diesel-Triebwerke der Japaner schlagen.
Neue Technik soll Hürden überwunden haben

Bisher verhinderten zwei Probleme die serielle Fertigung von Benzinmotoren mit Kompressionszündung: Der Betriebsbereich, in dem die Zündung möglich ist, war zu klein und der Übergang zwischen Kompressions- und Fremdzündung nicht fließend genug. Diese Hürden überwindet Mazda mit der sogenannten „SPCCI“-Technologie. Übersetzt steht die Abkürzung für „Zündungsgesteuerte Kompressionszündung“. Hierbei wird die Kompressionszündung von einem durch eine Zündkerze erzeugten zusätzlichen Druckanstieg im Brennraum kontrolliert eingeleitet.

Diesel von Euro 5 auf Euro 6 umrüsten Alle Infos zur Nachrüstung von Diesel-Autos

Dieselmodellen mit der Abgasnorm Euro 5 und schlechter drohen wegen der hohen Stickoxid-Emissionen Fahrverbote in zahlreichen Städten in Deutschland. Zumindest für Euro 5-Modelle besteht eine Chance auf Nachrüstung.
Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht in einem Interview mit der „Super Illu“ auch das Ende des Verbrennungsmotor, legt sich jedoch nicht auf ein Datum fest. „Ich kann jetzt noch keine präzise Jahreszahl nenne, aber der Ansatz ist richtig, sagte sie. Und weiter: “Wenn wir schnellVideo: TECHART-PORSCHE 911 CARRERA S IM SOUNDCHECK in noch mehr Ladeinfrastruktur und Technik für E-Autos investieren, wird ein genereller Umstieg strukturell möglich sein„. Klar sei, dass “ wir uns bis 2050 sehr ehrgeizige Klimaziele gesetzt haben„. Im Vergleich zum 1990 soll der Ausstoß von Kohlendioxid um 80 bis 95 Prozent reduziert werden. Das sei nur zu schaffen, “wenn auch im Verkehr deutlich weniger CO2 ausgestoßen wird„, sagte sie.

Auch zum Thema Dieselprivilegien äußerte sich Merkel. Hier hatte die Chefin des Umweltbundesamtes gefordert, die Begünstigungen von Diesel-Kraftstoff bei der Mineralölsteuer zu überprüfen. Merkel sagte: “Diese Vorteile für Dieselautos gibt es vor allem auch deshalb, weil sie weniger CO2 ausstoßen. Da ist der DieselHier geht’s zu passenden Produkten auf Amazon.de! besser als der Benzinmotor.„ Ein Sprecher des Finanzministeriums erklärte: Es gibt keine Pläne, da eine Änderung herbeizuführen.“ Er verwies auf die höhere Kfz-Steuer für Diesel-Autos, die der Vergünstigung bei der Mineralölsteuer gegenüberstehe.
SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz fordert einen zweiten Diesel-Gipfel im Herbst. Außerdem möchte der SPD-Politiker eine Quote für Elektroautos einführen. mehr zum Diesel-Gipfel hier. Bundeskanzlerin Angela Merkel glaubt jedoch nicht, dass diese Quote schon genau durchdacht ist. „Erstmal verhandeln wir dann wieder ewig in Europa, wie die Quote nun sein soll. Und anschließend: Was machen wir denn, wenn sie nicht eingehalten wird“, sagte sie.
Nach dem Diesel-Gipfel kündigt BMWHier geht’s zu passenden Produkten auf Amazon.de! an, dass 225.000 Euro-5-Fahrzeuge auf dem deutschen Mark zur verbesserten Abgasreinigung ein kostenloses Softwareupdate erhalten.
Im Rahmen einer freiwilligen Serviceaktion wird Volkswagen weitere 650.000 Diesel-Modelle der Marken Audi, Seat, Skoda und VW mit Software-Updates umrüsten. Insgesamt summieren sich die nachgerüsteten Fahrzeuge aus dem VW-Konzern auf mittlerweile 4 Millionen Einheiten. Darin enthalten sind die 2,5 Millionen Modelle, die im Rahmen des Abgasbetrugs in die Werkstätten mussten, sowie die 850.000 Modelle mit V6 und V8-TDI-Motoren, deren Rückruf VW vergangenen Woche angekündigt hat. Weitere Angaben zu den konkreten Modellen gibt es derueit noch nicht.
BMW rüstet Euro 5-Modelle nach.

BMW hat im Rahmen einer Reaktion auf die neuesten Enthüllungen zu einem Autohersteller-Kartell mitgeteilt, dass das Unternehmen Fahrzeuge der BMW Group mit Euro 5-Norm nachrüsten will. Genauere Informationen bleibt BMW indes schuldig. Bereits im Juni wurde bekannt, dass BMW die Hälfte seiner Euro 5-Fahrzeuge nachrüsten will. Euro 6-Modell sind von der Aktion ausgeschlossen.
Audi bietet für rund 850.000 Autos, die mit V6- oder V8 TDI-Motoren der Schadstoffklassen EU5/EU6 ausgerüstet sind, ein Softwareupdate an, das das Emissionsverhalten der Fahrzeuge im realen Fahrbetrieb jenseits der bisherigen gesetzlichen Anforderungen verbessern soll. Die Aktion wird in enger Abstimmung mit dem Kraftfahrtbundesamt (KBA) erfolgen. Das Angebot gilt auch für Modelle der Marken Porsche und VW, die mit baugleichen Motoren ausgerüstet sind und wird für alle Kunden kostenfrei durchgeführt.

Angebot noch zu gering : Chinesen wollen Fiat-Chrysler übernehmen

Ein chinesischer Autokonzern hat laut einem Medienbericht ein Übernahmeangebot für Fiat-Chrysler (FCA) abgegeben. Das Angebot soll abgelehnt worden sein, weil die Kaufsumme zu niedrig war.
Ein bekannter chinesischer Autokonzern soll mindestens ein Angebot zur Übernahme von Fiat-Chrysler (FCA) abgegeben haben. Das berichtet die Zeitung „Automitve News“. Das Angebot soll abgelehnt worden sein, weil die Kaufsumme zu niedrig war. „Welche chinesische Autobauer konkret an FCA interessiert ist, ist unklar, in Frage kämen Dongfeng, Great Wall, Zhejiang Geely oder Guangzhou. Stellungnahmen von FCA oder einem chinesischen Hersteller liegen bislang nicht vor“, berichtet die „Automobilwoche“, das deutsche Schwestermagazin von „Automotive News“.
China will ausländische Firmen aufkaufen
Die chinesische Regierung drängt ihre Autobauer laut dem Bericht seit Langem, durch Übernahme ausländischer Firmen Technologie zu erwerben und neue Märkte zu erschließen. „Vor allem auf dem nach China zweitgrößten Automarkt der Welt, den USA, würden die Chinesen gern mehr verkaufen. Eine Übernahme von dort bekannten Marken wie Chrysler, Ram und Jeep könnte ihnen schnell zu mehr Erfolg verhelfen“, spekuliert die „Automobilwoche“.
Dass sich die Amerikaner von ihrer gewinnträchtigen Sparte Jeep trennen würden, ist eher zu bezweifeln. Auch Ferrari, Alfa Romeo und Maserati dürften von einem möglichen FCA-Deal mit den Chinesen ausgenommen sein. Die Einkaufstour der Chinesen allerdings geht voran: Der Autobauer Geely hat Volvo gekauft. Der Reifenhersteller Pirelli wurde von Chinesen geschluckt, ebenso der Roboter-Hersteller Kuka.

Diesel-Umtauschprämien:BMW, Ford, VW Toyota – das zahlen die Autobauer

Fünf Millionen Diesel-Fahrzeuge müssen im Zuge des Abgas-Skandals umgerüstet werden. Dazu soll es aber auch Förderprämien für den Umstieg auf neue Modelle geben, die die Hersteller selber bezahlen. FOCUS Online zeigt, was die Hersteller anbieten.

Im Zuge des Diesel-Gipfels wurden nicht nur Umrüstungen für fünf Millionen Fahrzeuge beschlossen, damit die Stickoxid-Belastung in Innenstädten gesenkt wird . Die Autohersteller sollen die Umrüstkosten übernehmen. Zusätzlich sollen sie Umtauschprämien anbieten. Ziel ist es, analog zur Einführung der „Grünen Plakette“ vor einigen Jahren, ältere Fahrzeuge auszutauschen.

Damit sollen zum einen die Schadstoff-Emissionen reduziert werden, zum anderen dient das ganze natürlich auch als Ankurbelung des Auto-Absatzes. Der nämlich droht zum Erliegen zu kommen, weil die Autokäufer durch die Diesel-Affäre verunsichert sind .
Die Umtauschprämien von Audi, BMW , Ford, Mercedes, Opel, Porsche, Renault, Seat, Skoda, Toyota

FOCUS Online zeigt in dieser regelmäßig aktualisierten Übersicht, welche Prämien bereits bekannt sind.
Diese Hersteller machen schon konkrete Angebote

Audi: Audi bietet Kunden, die von ihrem bisherigen Fahrzeug mit Dieselmotor der Abgasnorm Euro 1 bis Euro 4 auf einen Audi mit Euro 6-Standard wechseln, eine Prämie. Die Marke des eingetauschten Autos ist dabei egal. „Der Preisvorteil ist modellabhängig gestaffelt – je nach Fahrzeugklasse des gewählten Neuwagens beträgt er zwischen 3000 Euro und 10.000 Euro“, so der Hersteller. Entscheidet sich der Kunde für einen Audi mit Plug-In-Hybrid-Technologie oder ein mit Erdgas betriebenes g-tron-Modell , erhöht sich die Prämie. Das Altfahrzeug wird stillgelegt und verschrottet.
BMW: Wer bis zum Jahresende einen Euro-4-Diesel oder einen noch älteren Diesel in Zahlung gibt und einen Euro-6-Diesel oder einen elektrifizierten BMW oder Mini kauft, bekommt von BMW bis zu 2000 Euro Rabatt. Aber: Der CO2-Ausstoß des Neuwagens darf maximal 130 g/km betragen.
Porsche: Wer sein altes Dieselfahrzeug der Emissionsklassen Euro 1 bis 4 gegen einen neuen Porsche eintauschen möchte, dem gewährt der Sportwagenhersteller ab sofort beim Kauf eines Neufahrzeugs einen Preisnachlass von 5000 Euro. Die europaweit gültige Prämienaktion läuft bis Ende 2017. Allerdings sind von dieser Aktion Modelle der Baureihen 911 und 718 ausgeschlossen. Die Prämie wird ausschließlich auf Neufahrzeuge mit vier Einstiegstüren gewährt – also: Macan, Cayenne oder Panamera.
VW: Es gibt eine Umweltprämie für Euro 1- bis 4-Diesel-Modelle. „Mit der Umstiegsprämie bieten wir unseren Kunden einen starken Anreiz, auf ein modernes und umweltfreundlicheres Fahrzeug mit Verbrennungsmotor oder mit einer alternativen Antriebstechnologie umzusteigen“, sagt VW-Chef Müller. Die Höhe der Prämie richtet sich nach dem neuen Modell. Bis zu 10.000 Euro können Autokäufer für den Erwerb etwa eines VW-Diesel-Touareg mit der Abgasnorm Euro 6 erhalten, wenn sie den alten Wagen gleich welcher Marke verschrotten. Bei einem Golf sind es 5000 Euro. Außerdem gibt es eine sogenannte Zukunftsprämie: 1000 Euro bekommt man beim Kauf eines Erdgasautos, 1785 Euro beim Kauf eines Hybridfahrzeugs und 2380 Euro für ein Elektroauto.
Neben VW und Audi gibt es aber auch bei den günstigeren Volkswagen-Marken Kaufprämien:

Skoda: Auch bei der tschechischen VW-Tochter gibt es den Umwelt-Bonus. Er ist abhängig vom Modell – für den Kleinstwagen Citigo zum Beispiel gibt es 1750 Euro Prämie, beim Kauf eines Superb sind es 5000 Euro. Das Tausch-Angebot gilt für Autos der Normen Euro 1 bis Euro 4 und bis Dezember 2017. Für Erdgas-Autos gibt es zusätzlich einen Bonus in Höhe von 1000 Euro.
Seat: Weiter geht es mit der spanischen VW-Tochter. Prämien bekommen Diesel-Fahrer, die einen neuen Seat erwerben und dabei ein gebrauchtes Fahrzeug aller Marken mit einem Dieselmotor der Normen Euro 1 bis 4 zurückgeben. Die Höhe der Prämie beträgt je nach Modell 1750 bis 8000 Euro, für Erdgasautos gibt es den Extrabonus von 1000 Euro.

Toyota bietet Hybrid-Prämie

Obwohl sie von den Rückrufen gar nicht betroffen sind beziehungsweise eine Umrüstung ablehnen, wollen auch andere Hersteller ihr Stück vom Kuchen abhaben:

Toyota: Wer seinen Diesel gegen einen neuen Toyota-Hybriden eintauscht, erhält dafür einen Bonus in Höhe von 2000 Euro plus eine Hybridprämie von 2000 Euro. Der Diesel-Eintauschbonus sei gültig bei Inzahlungnahme eines mindestens sechs Monate zugelassenen Diesel-Gebrauchtwagen bei gleichzeitigem Kauf eines Toyota-Hybriden, so der Hersteller.
Mercedes: Daimler bietet den Besitzern alter Dieselfahrzeuge eine Umtauschprämie von 2000 Euro, wenn sie ein neues Mercedes-Benz-Fahrzeug kaufen. Für einen Smart Electric Drive gibt es 1000 Euro, wie ein Sprecher am Dienstag mitteilte. Die Prämie bekommen Besitzer von Diesel-Autos aller Marken mit den Abgasnormen Euro-1 bis Euro-4, wenn sie bis Ende des Jahres einen neuen Mercedes-Diesel mit Euro-6, Plug-in-Hybride oder einen elektrischen Smart kaufen. Die alten Autos müssen mindestens sechs Monate auf die aktuellen Besitzer zugelassen sein.
Fiat: Der Fiat-Chrysler-Konzern hat modellabhängige Prämien für seine Marken Fiat, Alfa-Romeo, Abarth und Jeep ausgelobt. Der Preisnachlass zwischen 2000 und 6500 Euro auf sofort verfügbare Neuwagen soll auch für ältere Benziner (Abgasnorm Euro 4 und älter) gezahlt werden. Die Abwrackprämien anderer Hersteller waren bislang allein auf Dieselautos beschränkt. Von Gewerbekunden will Fiat auch Euro 5-Autos zurücknehmen und verschrotten.

Das gibt es bei Opel, Renault und Ford

Renault: Die Franzosen bieten ab sofort beim Kauf eines Neuwagens unter dem Motto „Tschüs, alter Diesel!“ eine Wechselprämie von bis zu 7000 Euro an. Renault will mit seiner Aktion nach eigenen Angaben Anreize schaffen, alte Dieselfahrzeuge durch Fahrzeuge mit moderner Abgasreinigung zu ersetzen. Die Prämie wird Privatkunden auf den Kaufpreis eines neuen Renaults angerechnet, wenn ein alter Diesel-Pkw mit Abgasnorm Euro 4 oder älter in Zahlung gegeben wird. Pikant dabei: Der Renault Captur mit Dieselmotor war eins der Modelle, das zuletzt bei (nicht genormten) Abgastests im realen Straßenverkehr am miserabelsten abgeschnitten hatte.
Opel: Bei Opel bekommen Fahrer eines älteren Dieselfahrzeug (Euro 1- bis Euro 4-Norm) ab sofort die „Opel Umweltprämie“. Dabei st es egal, welcher Marke ihr alter Wagen ist. Den Bonus gibt es bei allen deutschen Opel-Vertragshändlern für Neuwagen der Modelle Karl (1750 Euro), Adam (3000 Euro), Corsa (3500 Euro), Astra (5000 Euro), Crossland X 4000 Euro), Zafira (6500 Euro), Mokka X (5500 Euro), Grandland X (5000 Euro, Fahrzeug wird erst auf der Automobilmesse IAA im September vorgestellt) und Insignia (7000 Euro). Einzige Voraussetzung ist die Abgabe und zertifizierte Verschrottung des alten Diesel-Fahrzeugs. Dieses muss mindestens sechs Monate auf den Kunden zugelassen sein.
Ford: Wer bei den Kölnern nun einen Diesel mit Euro-1-, 2- oder 3-Norm bis Baujahr 2006 abgibt und sich noch dieses Jahr für einen neuen Ford entscheidet, kann zwischen 2000 und 8000 Euro Alt-Diesel-Prämie erhalten. Dafür kümmert sich Ford um eine kostenlose Verschrottung des alten Fahrzeugs. Allerdings sind die Performance-Modelle von Ford – beispielsweise der Mustang oder der Focus RS – von der Prämie ausgenommen.

VW e-Crafter (2017): Erste Informationen Studie zeigt den e-Crafter

VW e-Crafter (2017) mit 200 km Reichweite

Ist die Lithium-Ionen-Batterie des VW e-Crafter (2017) – bestehend aus 26 x 12 Zellen mit insgesamt 43 kWh und einer Spannung von 384 Volt – leer, reichen 45 Minuten, um sie wieder auf bis zu 80 Prozent aufzuladen, maximale Ladestromkapazität vorausgesetzt. Die Brennzellen des VW e-Crafter (2017) sind unterhalb des Ladebodens platziert. Ausbau-Spezialist Sortimo zeichnet verantwortlich für den Ladeboden mit ProSafe Ladungsicherungssystem, die Flex-Rack-Einrichtung und das Regalsystem „Globelyst“. Die auf der IAA gezeigte Studie enthält zusätzlich eine Servicestation, in der Ersatz-Akkus für Cargo-E-Bikes vorgehalten und aufgeladen werden können. Im Cockpit ersetzt das „Powermeter“ den Drehzahlmesser, das Lederlenkrad hat eine blaue Dekornaht, die Sitze sind titanschwarz. Die e-Crafter-Studie ist im Farbton „Reef Blue Metallic“ lackiert, mit entsprechend lackierten Stoßfängern und Seitenschutzplanken sowie einer blauen Leiste im Kühlergrill. Der geräuschlose VW e-Crafter (2017) hat ein Tagfahrlicht in typischer Volkswagen-Lichtsignatur.