McLaren 570 s: Der mit dem Schminkspiegel (2)

Nun ja der Begriff Alltagsauto ist relativ. Durch die gr├Â├čeren T├╝rausschnitte und die steileren Winkel der Fl├╝gelt├╝ren rutscht man tats├Ąchlich bequemer ins Auto. Das Interieur des McLaren wirkt- im vergleich zum Porsche 911 oder Audi R8- geradezu leer. Eine filigrane Mittelkonsole, ein digitales Kombiinstument, und ein schlichtes Lenkrad empfangen den Fahrer. Trotzdem vermischt man nichts. Selbst an Stauf├Ącher in den T├╝ren wurde gedacht. Als Alltagstauglich k├Ânnte man auch das Fahrgef├╝hl beschreiben. Zwar faucht, der V8-Motor kurz auf, wenn man den Startknopf dr├╝ckt. Doch danach fehlt das Auto jedes Drama. Er rollt so entspannt dahin wie eine ├╝bermotorisierte Limousine, l├Ąsst sich kinderleicht kontrollieren, klingt innen fast so, als h├Ątte jemand den Motorraum mit Watte ausgekleidet und verstummt an roten Ampeln sogar v├Âllig. Denn erstmal erhielt ein McLaren eine Start-Stopp-Automatik. Allerdings muss man nur an Kn├Âpfe auf dem Mitteltunnel spielen, dann l├Ąsst der McLaren die Maske fallen und zeigt ein anderes Gesicht. Werden die Schalter f├╝r Handling und Powertrain in „Sport“ oder gar „Track“ gestellt, f├╝hlt sich der 570 s pl├Âtzlich scharf und schnell an wie man das von einem Sportwagen erwartet. Die Beschleunigung von 0 auf 100 in 3,2 Sekunden ist ein imposantes Erlebnis. Die Lenkung schl├Ągt in scharfen Kurven geradezu wie von selbst ein, der L├Ąrm des 3,8-Liter-V8 im Nacken infernalisch und das ganze Auto angesichts eines Trockengewichts von 1313 Kilo wunderbar leicht.