McLaren 570 s: Der mit dem Schminkspiegel (1)

Bislang hat McLaren auch Stra├čenfahrzeuge vor allem f├╝r die Rennstrecke gebaut. Beim neuen Einstiegsmodell 570 s setzt der Hersteller andere Priorit├Ąten. Besonders Frauen werden es ihm danken. Der erste Eindruck: Kennen wir uns? Vom Weitem sieht der neue McLaren 570 s seinem St├Ąrkeren Bruder 650 S zwar ziemlich ├Ąhnlich, doch wenn man n├Ąher hinschaut, erkennt man deutlich Unterschiede. Vor allem das Aerodynamikkonzept fasziniert: Zwischen den Karosserieblechen aus Alu gibt es Sicken und Kan├Ąle, durch die der Fahrtwind str├Âmen soll. Und nach oben aufschwingende Schmetterlingst├╝ren hat das Auto auch. Das sagt der Hersteller: „Es war eine rasante Entwicklung.“ Wenn Ben Gulliver, der Technikchef von McLaren, auf die vergangenen vier Jahre zur├╝ckblickt, ist er selbst ├ťberrascht. 2001 baute McLaren das erste Stra├čenauto nach den legend├Ąren F1 von 1993 und mittlerweile verkaufen die Briten weltweit knapp 2000 Autos pro Jahr, schreiben schwarze Zahlen und investieren 30 Prozent des Umsatzes in neue Modelle- allein in diesem Jahr umgerechnet 164 Millionen Euro. Geld, mit dem Gulliver unter anderem die neuen Einstiegsbaureihe mit dem Namen Sports Series entwickelt. Bei der Entwicklung dieser Serie hatte Gulliver andere Priorit├Ąten als beim 650 s oder beim Irrwitzigen P1: „Wir zielen hier auf Kunden, die nicht ganz so viele Autos in der Garage haben und darum den McLaren ├Âfter nutzen werden.“ So gut sich das Auto weiterhin auf der Rennstrecke schlagen soll, so sehr wurde auch auf den Stra├čenkomfort geachtet. Und auf die Alltagstauglichkeit. „Der 570 s ist nicht nur der erste McLaren mit zwei konventionellen Scheibenwischern, sondern hat auch als erstes Auto unserer Firma ein Handschuhfach – und Schminkspiegel.“