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Lob aus dem Europaparlament für Daimlers neue Klimaanlagen

Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses im Europarlament, Michael Cramer (Grüne), hat die vom Daimler-Konzern vorangetriebene Einführung von Auto-Klimaanlagen, die mit dem nicht brennbaren Kältemittel Kohlendioxid arbeiten, als „richtungsweisend für die gesamte Autoindustrie“ bezeichnet. Es sei nicht nur ein sicheres Kältemittel, sondern auch umweltfreundlicher als die sonst genutzte Chemikalie R1234yf, die von den US-Chemiekonzernen Honeywell und Dupont entwickelt wurde, sagte Cramer der „Frankfurter Rundschau“ (Donnerstagsausgabe) auf Anfrage. „Und obendrein macht man sich nicht von einem Monopolisten abhängig“, ergänzte er.

R1234yf wird weltweit nur von den beiden Konzernen produziert. Cramer forderte die EU-Kommission auf, ihre bisherige Position zugunsten des Produkts zu überdenken. Daimler hatte sich nach Brandtests mit R1234yf im Jahr 2012, bei denen gefährlich Flusssäure entstand, geweigert, die Chemikalie einzusetzen. Daraufhin leitete die EU Kommission eine Klage gegen die Bundesrepublik ein. „Sicherheit und Umweltschutz müssen Vorfahrt haben“, so Cramer. Auch der renommierte Autoexperte Professor Ferdinand Dudenhöffer lobt Daimlers Schritt. „Es war mutig von dem Unternehmen, den Konflikt mit der EU-Kommission zu wagen“, sagte er der „Frankfurter Rundschau“. Wie Cramer forderte Dudenhöffer die anderen Autohersteller auf, mit der neuen Kühltechnik nachzuziehen. Auch VW und BMW hatten in früheren Jahren Sympathien für die CO2-Kältetechnik geäußert, dann aber keine konkreten Schritte zur Umstellung eingeleitet.