Autoankauf Gebrauchtwagen Ankauf

Autoankauf Erfahrung Tel.: 0174 31 24 13 7

Contact us now
0174 31 24 13 7

Kenia und Ruanda: Volkswagen entdeckt Afrika

Kenia und Ruanda: Volkswagen entdeckt Afrika

Der VW-Konzern hat neue Geschäfte in Afrika im Visier: Volkswagen-Markenchef Herbert Diess eröffnet am Mittwoch eine Fertigung in Kenia, auch für Ruanda gibt es Pläne. Für Autobauer ist der Markt lukrativ.

Düsseldorf.Trotz Dieselkrise und weltweitem Stellenabbau versucht sich Volkswagen an einem neuem und bislang wenig entwickelten Markt. Der Wolfsburger Autokonzern entdeckt jetzt Afrika: Volkswagen-Markenchef Herbert Diess eröffnet am heutigen Mittwoch in der Nähe der kenianischen Hauptstadt Nairobi eine neue Produktionsstätte. Danach geht es nach Ruanda weiter: Dort soll ebenfalls eine lokale Fertigung aufgebaut werden.

Volkswagen beginnt zunächst mit einer kleinen Fertigung in Kenia. In Thika unweit von Nairobi sollen jährlich etwa 5000 Kleinwagen vom Typ Polo Vivo montiert werden. Die Autos kommen als Bausätze („Completely knocked down“, CKD) aus einem südafrikanischen VW-Werk, werden nach Kenia geliefert und dort zusammengesetzt. Die Montage solcher Bausätze ist die Basis für eine eventuell später ausgebaute Produktion.

Nicht nur Volkswagen, sondern für die gesamte Branche ist eine CKD-Fertigung ein typischer erster Schritt, bevor eine größere Investitionsentscheidung ansteht. VW arbeitet in Kenia zunächst mit dem lokalen Partner Kenya Vehicle Manufacturers zusammen. Die Investitionskosten bleiben für Volkswagen dadurch in dieser Phase gering.

VW-Markenchef Herbert Diess ist am Mittwoch zur Eröffnung der Fabrik nach Nairobi gereist, wie der Konzern in Wolfsburg bestätigte. Für das afrikanische Land mit wenig eigener Industrie ist das ein wichtiger Tag: An der Eröffnung in Thika nimmt auch der kenianische Staatspräsident Uhuru Kenyatta teil.

„Offensichtlich verfolgen wir die richtige Ansiedlungspolitik für neue Industrien“, sagte der kenianische Präsident vor der Eröffnung der VW-Produktion. Kenia ist für Volkswagen kein völlig unbekanntes Terrain: Bis in die 70er-Jahre hinein hat das Wolfsburger Unternehmen dort auch schon den Käfer produziert und kehrt mit der kleinen Polo-Fertigung zurück.

In Kenia trifft Volkswagen auf bekannte Konkurrenten: Vor allem japanische Hersteller wie Toyota und Mitsubishi unterhalten dort bereits eine eigene Produktion. In Kenia, einem Land mit etwa 45 Millionen Einwohnern, muss sich das Geschäft mit Neuwagen erst noch entwickeln. Wegen der geringen Kaufkraft dominiert dort heute noch der Verkauf von importierten Gebrauchtwagen, etwa aus der Golf-Region. Gebrauchtwagen dominieren das Fahrzeuggeschäft in Kenia mit einem Anteil von 80 Prozent.

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (2 votes, average: 5,00 out of 5)
Loading...