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Französische Autoindustrie: Frankreichs Autohersteller wieder auf Kurs

Französische Autoindustrie: Frankreichs Autohersteller wieder auf Kurs

Die französische Autoindustrie hat die schwere Krise so gut wie  überwunden. Im Besonderen Renault gewinnt wieder Marktanteile und hat sich große Ziele vorgenommen.

«Wir sind wieder einer der rentabelsten Hersteller», erklärte Carlos Tavares, der Chef der Groupe PSA, die noch vor drei Jahren am Rande des Bankrotts gestanden hatte. Erst recht selbstbewusst und ehrgeizig wirkt Carlos Ghosn, der Chef von Renault, Nissan und jetzt auch von Mitsubishi, der in einem Interview von «Les Echos» erklärte, dass der Aufstieg dieser Dreierallianz zum Weltmarktführer mit einer Produktion von deutlich über 10 Mio. Fahrzeugen im Jahr erreichbar geworden sei.

Milliardenhohe Staatshilfen

Es gehört zum Repertoire von Topmanagern, Zuversicht zu versprühen und die Belegschaft wie auch die Kunden von den Trümpfen des eigenen Unternehmens zu überzeugen. Doch die Erholung der französischen Autoindustrie von der hartnäckigen Krise, in die sie nach 2008 stürzte, ist mehr als Wunschdenken. Dabei profitieren die hiesigen Konzerne, die zusammen mit einer Reihe ihrer Zulieferer noch unter Präsident Nicolas Sarkozy staatliche Überbrückungshilfen in Milliardenhöhe erhielten, nicht nur von der wieder anziehenden Autonachfrage in Europa und Frankreich, wo ihr gemeinsamer Marktanteil immer noch über 55% ausmacht.

Es wurden ebenso erhebliche Produktivitätsfortschritte erzielt. Zu diesen bot eine Mehrheit der hiesigen Gewerkschaften nach jahrelangem Zögern endlich Hand, um den massiven Aderlass bei der inländischen Produktion zu stoppen. Diese ist nach Angaben der französischen Autokonstrukteure seit 2007 um 35% auf 1,7 Mio. Leichtfahrzeuge eingebrochen und begann sich erst 2015 wieder zu erholen. Dabei verlagerte sich aber ein erheblicher Teil der gesamten, seit 2007 nur geringfügig geschrumpften Produktion von PSA und Renault ins Ausland. Das reflektierte auch das stark gewachsene Gewicht von China und anderen aufstrebenden Märkten ausserhalb Europas. Von den 62 Werken von PSA und Renault befinden sich gerade noch 16 in Frankreich und 30 in Europa.

Besonders dynamisch entwickelt sich derzeit die Renault-Gruppe unter der Führung von Ghosn. Sie erzielt erhebliche Marktanteilsgewinne nicht nur in Europa, sondern weltweit und hat PSA absatzmässig überrundet. Der Autoabsatz der Renault-Gruppe stieg im dritten Quartal um 16% auf gut 721 000 Einheiten, gegenüber einem Wachstum des Weltmarktes von 5%. Der Umsatz legte in den ersten neun Monaten des Jahres um 14% zu, und damit weit stärker als jener des in den Zahlen nicht berücksichtigten Allianzpartners Nissan, an dem Renault zu 43,4% beteiligt ist.

Renault profitiert von einer grundlegend aufgefrischten Modellpalette der Hausmarke sowie vom anhaltenden Grosserfolg der Billigautos der rumänischen Tochtergesellschaft Dacia und der Marktführerschaft bei Elektroautos. Und durch die Allianz mit Nissan und nun auch noch mit Mitsubishi strebt Ghosn Synergien beziehungsweise steigende Skalenerträge in der Entwicklung, Produktion und im Vertrieb von Autos an, ohne die Identität der Partner zu kompromittieren. Der neue Nissan Micra soll im französischen Renault-Werk in Flins produziert werden. Zusammen bringen es Renault, Nissan und Mitsubishi auf ein Absatzvolumen von annähernd 10 Mio. Fahrzeugen, was schon fast jenem der zwei grössten Konzerne Toyota und Volkswagen entspricht . Ghosn betont jedoch, dass die Allianz nicht einer Fusionslogik folge, sondern Konvergenz anstrebe, die allen drei Partnern nütze.

Aufholbedarf bei PSA

Ein beachtlicher Turnaround gelang schliesslich der Groupe PSA unter der Führung von Tavares, der Ghosn bei Renault bis Mitte 2013 als Chief Operating Officer gedient hatte. 2015 erzielte das Unternehmen, erstmals seit 2010 wieder einen Reingewinn, und zwar von 1,2 Mrd. €, wobei die Betriebsmarge im Autogeschäft erfreuliche 5% des Umsatzes erreichte. PSA, die 2014 noch vom Bankrott bedroht wurde und bei der die chinesische Dongfeng und der französische Staat Beteiligungen von je 12,25% erwarben, hat jedoch in letzter Zeit mit seinen Marken Peugeot, Citroën und DS Marktanteilsverluste erlitten, und das nicht zuletzt in den Hauptmärkten Europa und China.

Die Führung von PSA macht geltend, dass die Marge für sie wichtiger als das Verkaufsvolumen sei. Deshalb habe der Gewinn im ersten Semester verdoppelt werden können. Allerdings ist eine Erneuerung der Modellpalette überfällig geworden und drängen sich zusätzliche Rationalisierungsschritte auf. Der von Tavares im letzten April enthüllte Plan mit dem Motto «Push to pass» sieht die Lancierung von 28 neuen Modellen in den nächsten sechs Jahren vor. Das soll eine Umsatzsteigerung von 10% bereits bis 2018 ermöglichen.

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