Diesel-Skandal: VW bleibt weiter im Krisenmodus

Volkswagen leidet in den USA weiter unter dem Diesel-Skandal. Um fast acht Prozent ist dort der Umsatz im Jahresvergleich zur├╝ckgegangen. Doch das Management ist zuversichtlich: Ein neues Modell soll zur Trendwende f├╝hren.

D├╝sseldorf. In den USA h├Ąlt der Abw├Ąrtstrend von Volkswagen an. Auch im September sind die Verkaufszahlen der Konzernmarke VW zur├╝ckgegangen, gegen├╝ber dem Vorjahresmonat liegt das Minus bei fast acht Prozent, wie das Unternehmen mitteilte. VW fehlen attraktive neue Autos, um US-Kunden nach der Dieselaff├Ąre wieder f├╝r sich zu gewinnen.

Trost f├╝r VW: F├╝r die meisten Autohersteller geht es in den USA nicht mehr recht voran. Wie VW meldet der Gro├čteil der Autokonzerne ein Verkaufsminus f├╝r September. Zu den wenigen Unternehmen, die im September ein Plus verzeichneten, geh├Âren Daimler, Nissan und Toyota.

Volkswagen hofft darauf, dass das Wolfsburger Unternehmen die Krise in den USA bald hinter sich lassen wird. Dazu soll eine Reihe von neuen Modellen beitragen, die von 2017 an in den USA verkauft werden. Dazu z├Ąhlt etwa ein neuer gr├Â├čerer SUV (Gel├Ąndewagen), den VW im eigenen Werk Chattanooga im Bundesstaat Tennessee ausschlie├člich f├╝r Nordamerika produzieren wird.

VW versorgt den US-Markt auch aus seinem Werk im mexikanischen Puebla. Wegen der Dieselaff├Ąre werden dort statt der geplanten 600.000 Autos gerade einmal 400.000 produziert. VW will dort k├╝nftig eine Langversion des bekannten Tiguan fertigen. Gerade dieses Auto soll dazu beitragen, dass Puebla wieder auf 600.000 produzierte Fahrzeuge kommt. ÔÇ×Mit den neuen Modellen wird uns das gelingenÔÇť, sagte VW-Mexiko-Chef Andreas Hinrichs. Auch k├╝nftig wird VW in den USA wahrscheinlich dauerhaft auf Diesel verzichten.

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