Automatik kommt in die Gänge

Automatikgetriebe werden immer beliebter. Das haben der ADAC und der Branchenverband DAT herausgefunden. Die Vorteile gegenüber dem manuellen Gangwechsel sind vielfältig. Werden deutsche Autofahrer immer bequemer? Der Trend bei der Wahl des Getriebes lässt darauf schließen. Wie der ADAC und der Branchenverband Deutsche Automobil Treuhand (DAT) herausfanden, hat sich der Hang zur Automatik in den vergangenen 15 Jahren vervielfacht. Während 1999 nur jeder zehnte Autofahrer den Schalthebel rechts stehe. Das Bedürfnis nach mehr Komfort spiele beim Autokauf eine immer größere Rolle, vor allem bei älteren Menschen, sagt ADAC-Experte Helmut Klein vom Technikzentrum Landsberg. Die Vorteile der Automatik sind vielfältig: kein Schwitzen beim Berganfahren, kein Abwürgen des Motors und vor allem kein ständiges Rauf- und Runterschalten samt Kuppeln im Stop-and-go auf der Autobahn oder im Berufsverkehr. Hinzu kommt, dass bei modernen Automatikgetrieben inzwischen sogar Sprit gespart werden kann, da ein zu spätes Hochschalten wie beim manuellen Getriebe ausgeschlossen ist. Zudem unterstützt das selbst schaltende Getriebe besser die immer beliebteren Fahrassistenzsysteme, wie beispielsweise den Stauassistenten.n ließ, kam im Jahr 2014 schon jeder vierte automatisch in die Gänge – Tendenz steigend. Und was wird nun aus der Handschaltung? Weicht der Spaß am Fahren immer mehr dem steigenden Komfortbedürfnis? „Bei kontinuierlicher Entwicklung werden sich in 20 Jahren Automatik- und Schaltgetriebe ziemlich die Waage halten“, prophezeit ADAC-Experte Klein. Mitentscheidend werde auch die Entwicklung neuer Antriebstechniken wie Elektro oder Brennstoffzelle sein. Richtig aussterben werde der Schalthebel aber auch langfristig nicht, so Klein: „Als kostengünstigste Lösung im Kleinwagensegment, um Gewicht zu sparen und auch für sehr sportlich orientierte Fahrer ist das Schaltgetriebe immer noch erste Wahl.“