Autobauer Ford kritisiert Einreiseverbot „Wir unterstützen diese Politik nicht“

Politiker, Gewerkschaften und jetzt auch Autobauer: Der Konzern Ford hat das von US-Präsident Trump erlassene Einreise-Dekret kritisiert, weil es „gegen die Werte unserer Firma verstößt“.

Ford distanziert sich von dem Einreiseverbot von Donald Trump. Bill Ford Junior, Vorsitzender der Ford Motor Company, und CEO Mark Fields sagten in einer Stellungnahme gegenüber Angestellten: „Wir unterstützen diese Politik nicht oder irgendeine andere, die gegen die Werte unserer Firma verstößt.“

 Trump hatte am Samstag per Dekret ein Einreiseverbot für Menschen aus sieben mehrheitlich muslimischen Staaten verhängt. Mehrere US-Konzerne wie Tesla und Star Bucks hatten die Entscheidung kritisiert.

Ford und Fields sagten, ihnen sei nicht bekannt, dass ein Arbeitnehmer von Ford von der Regelung betroffen sei. Der Autobauer hat seinen Hauptsitz in Dearborn, Michigan, wo viele arabischstämmige Amerikaner leben.

Fields hatte sich in der vergangenen Woche zweimal mit Trump getroffen, um über wirtschaftliche Themen zu sprechen. Trump hatte Ford scharf kritisiert, nachdem der Autobauer einige Produktionen nach Mexiko verlagern wollte. In den vergangenen Wochen hatte Trump den Autobauer jedoch gelobt, nachdem dieser angekündigt hatte, in den USA zu investieren.

 Auch die Gewerkschaft „United Automobile Workers“ sagte: „Wir lehnen jede Art der Diskriminierung ab und prangern jede Form der Politik an, die Menschen aufgrund ihrer Religion oder Herkunft beurteilt.“

General Motors, Fiat, Toyota und Honda wollten sich nicht zu Trumps Einwanderungspolitik äußern. GM-Vizepräsident Mark Reuss sagte leidglich: „GM ist ein globales Unternehmen.“