Abgasskandal: VW verteilt 1000-Dollar-Gutscheine an 120.000 Amerikaner

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Als Wiedergutmachung für den Abgasskandal hat Volkswagen betroffenen Kunden in den USA Einkaufsgutscheine im Wert von 1000 Dollar angeboten. Eine Sammelklage droht dem Konzern nun auch aus Australien. Rund 120.000 Amerikaner haben von Volkswagen als Zeichen der Wiedergutmachung für den Abgasskandal Einkaufsgutscheine im Wert von 1000 Dollar erhalten. Das Paket besteht aus einer Visa-Prepaid-Kreditkarte im Wert von 500 Dollar, einem 500-Dollar-Gutschein für Reparaturen in einer VW-Werkstatt und drei Jahren gratis Pannenhilfe. Eine Teilnahme an dem Programm bedeute nicht, dass die Kunden auf ihr Klagerecht verzichten müssten, so Volkswagen. Bundesverbraucherschutzminister Heiko Maas (SPD) fordert, dass die betroffenen deutschen VW-Kunden dieselben Hilfen vom Konzern bekommen wie in den USA. VW-Markenchef Herbert Diess kündigte an, es werde „für jeden Markt ein individuelles Maßnahmenpaket“ sowie „speziell zugeschnittene Lösungen“ geben. Es sei aber noch zu früh, um über Details zu sprechen. Verbraucherschützer pochen darauf, dass VW alle Arten von Kosten übernimmt, die für Autofahrer durch den Abgasskandal anfallen. Am Freitag läuft für VW in den USA eine erste Frist aus, innerhalb derer der deutsche Autobauer den US-Regulierern Vorschläge für einen Rückruf von knapp 500.000 Diesel-Fahrzeugen unterbreiten muss. VW hatte im September zugegeben, weltweit bis zu elf Millionen Dieselfahrzeuge mit einem Computerprogramm ausgestattet zu haben, mit dem Abgaswerte bei Tests manipuliert werden können. „Wenn sie keinen Plan vorlegen, der für uns akzeptabel ist, dann stehen uns Strafen zur Verfügung. Es geht nicht ewig so weiter, es gibt eine Deadline“, sagte Mary Nichols, Chefin der kalifornischen Umweltbehörde Carb, am Rand der Los Angeles Auto Show. VW-USA-Chef Michael Horn erhielt dort einen kühlen Empfang. „Das mit dem Applaus werden wir nochmal üben müssen“, sagte er zur Begrüßung. Horn, der von zahlreichen Journalisten bedrängt wurde, entschuldigte sich abermals und erklärte: „Nichts ist für mich persönlich wichtiger als die Zufriedenheit der Kunden und es wieder gut zu machen für alle, die über die Jahre Vertrauen in Volkswagen hatten.“ Horn bestätigte, dass VW-Vertreter sich am Freitag zu Gesprächen mit den US-Behörden treffen werden, wollte aber noch keine Details zum Rückrufplan verraten. In den USA droht dem Konzern eine milliardenschwere Strafe. Anwälte sammeln zudem Munition für Schadensersatzklagen. Und auch in Australien fordern VW-Besitzer wegen des Abgasskandals Schadenersatz in Millionenhöhe. Die Anwaltskanzlei Maurice Blackburn kündigte am Donnerstag eine Sammelklage gegen Volkswagen an, in der sie für jeden Betroffenen umgerechnet etwa 6700 Euro Entschädigung fordere. Nach Angaben der Kanzlei sind in Australien mehr als 90.000 Fahrzeuge betroffen. Ihr Team von autoankauf-de.de Autoankauf in München