Abgasskandal: Auch Fiat Chrysler soll manipuliert haben

Die US-Umweltbeh├Ârde EPA beschuldigt den Autokonzern, die Emissionswerte seiner Motoren durch Schummel-Software verbessert zu haben. Der Aktienkurs fiel um 15 Prozent.

Die US-Umweltschutzbeh├Ârde EPA wirft Fiat Chrysler Automobiles einen schwerwiegenden Versto├č gegen das Luftreinhaltegesetz vor. Demnach hat der italienisch-amerikanische Autokonzern in 104.000 Dieselfahrzeuge eine Software eingesetzt, die eine ├ťberschreitung der erlaubten Schadstoffemissionen erm├Âglichte. So wurden bei Tests niedrigere Stickoxidwerte gemessen als die Autos tats├Ąchlich in die Luft blasen.

Die EPA teilte mit, das Unternehmen habe ├╝ber die Verwendung der Software nicht ├Âffentlich informiert. Dies sei Gesetzesbruch. Die betroffenen Fahrzeuge sind den Angaben nach US-Lastwagen und -SUVs, die seit 2014 verkauft wurden, darunter die Modelle Grand Cherokee und Dodge Ram 1500 der Baujahre 2014 bis 2016.

Die Vorw├╝rfe sind nach Angaben der Beh├Ârde Ergebnis einer Untersuchung, die durch den Dieselskandal bei Volkswagen angesto├čen wurde.

Fiat Chrysler ├Ąu├čerte sich entt├Ąuscht von den Einsch├Ątzungen der EPA. Die Dieselwagen des Konzerns erf├╝llten alle beh├Ârdlichen Anforderungen, beteuerte das Management. Allerdings laufen wegen der mutma├člichen Manipulationen in den USA bereits zwei Sammelklagen von Verbrauchern gegen den Konzern.

Der Kurs der Aktien von Fiat Chrysler sackte an der B├Ârse in New York um etwa 15 Prozent ab. Damit fiel er auf den tiefsten Stand seit Anfang Januar zur├╝ck.